Buch · Rezension

Annette Imort: Hasgers Hunde, Bd. 3

Der dritte Band der Reihe um Hasgers Söldnertruppe ist ein wirklich gelungener runder Abschluss. Aus der Witwe (im  ersten Band)  wurde im zweiten Band die Anfängerin Thurudhild, die nun zu der wahren Kriegerin Thuri trainiert wurde.

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Buch · Rezension

David Gilman: Der ehrlose König ( Legenden des Krieges, Bd. 2)

Thomas Blackstone hat sich als junger Mann schon einen beachtlichen Ruhm errungen. Im französisch-englischen Krieg des 14. Jahrhunderts musste er sein Leben radikal ändern und erhielt als Dank eine Familie und eine neue Heimat. Doch was er sich im ersten Band der Saga erarbeitet hatte, droht zu zerbrechen, denn eine alte unerledigte Geschichte erscheint mit unglaublicher Brutalität am Horizont….

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Allgemein · News

Neue Wege

Letzte Woche habe ich den Schritt getan und bin aus dem Förderverein des Museumsdorfes Düppel ausgetreten. Nach über drei Jahren sehr aktiver Teilnahme habe ich mich nun dazu entschlossen einen anderen Weg einzuschlagen. Ich hatte einige schöne Wochen in dem Freilichtmuseum und habe wirklich nette Leute kennengelernt, die ich sicherlich vermissen werde.

Ein Grund für die Veränderung ist ganz klar der Abschluss meines Studiums. Endlich habe ich wieder Zeit durchzuathmen, konnte meine Gedanken schon ein wenig sortieren und habe die Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit als Last empfunden. Da musste ich einfach einen Schlussstrich ziehen.

Denn eine andere aktive Mitarbeit empfinde ich momentan nicht als Belastung, sondern als Bereicherung. Unzählige Stunden verbringe ich seit einem Jahr damit den HEROLD zu unterstützen. Der Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften existiert seit knapp 150 Jahren! in Berlin und braucht aktuell einen kleinen Anschubser. 🙂

Seit dem 18. September bin ich die Ansprechpartnerin für ‚Öffentlichkeitsarbeit und Presse‘, denn der hiesige Vorstand ist beeindruckt von meiner Tatkraft und meiner Arbeit. In den nächsten Wochen wird der Verein den Anschluss an die Neuzeit erhalten, denn er hat ihn sich verdient. Wenn ich daran denke, wie hart die wenigen ehrenamtlichen Mitarbeiter dort schuften und was sie zustande bringen, wird mir ganz schwindelig. Und trotzdem habe ich mich offenbar dort bewiesen, wenn die Arbeit dort macht mir wahnsinnig spaß.

Und so schloss sich heute eine Tür, zu einem Raum, der viel zu viele Menschen beinhaltete. Nun kann ich in Ruhe mit dem Herold arbeiten und weiterhin wissenschaftlich tätig sein, auch wenn ich vermutlich in keinem Museum und auch in keiner Universität arbeiten werde. Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommen wird, denn die 150-Jahre-Feier steht vor der Tür! Aber auch andere spannende Projekte formen sich in den Gedanken der Genealogen und Heraldiker des Vereins. 😀

Buch · Rezension · [OFF-Topic]

Genevieve Cogman: Die flammende Welt

Der dritte Teil der Serie um Bibliothekarin Irene und ihren Lehrling Kai startet mit einem rasanten Bücherdiebstahl, der gleich in eine weitere dramatische Handlung übergeht. Irene und Kai, die nach den vielen Erlebnissen immer vertrauter miteinander sind, greifen zu immer drastischeren Maßnahmen, die ganz außerhalb der eigentlichen Verhaltensgrundsätzen der Bibliothek liegen.

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Buch · Rezension

David Gilman: Das blutige Schwert (Legenden des Krieges, Bd. 1)

Als Bogenschützin und Mediävistin habe ich natürlich schon von der berühmten Schlacht bei Crécy gehört, in der die englischen Bogenschützen ein ganzes französisches Heer ausgelöscht haben sollen. Jedoch hatte ich nie Zeit mich mehr mit dem Krieg im Frankreich des 14. Jahrhunderts zu beschäftigen. David Gilmans großartiger hirstorischer Roman weckte nun doch mein Interesse. Diese Geschichte handelt nicht nur von Krieg und Macht, sondern auch von unterschiedlichen Kulturen, die eigentlich gar nicht so verschiedene sind, und erschafft somit Legenden des Krieges.

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Ausstellung · Museumsbesuch

Von Göttern und Götzen – eine Themenführung im Archäologischen Landesmuseum von Brandenburg

Obwohl es hier beim quâtspreche langsam so aussieht, als würde ich nur noch Bücher lesen und rezensieren, passiert drum herum doch so einiges. An einem wunderschönen Sonntag bin ich von Berlin mit der Bahn nach Brandenburg an der Havel gefahren, denn im dortigen Archäologischen Landesmuseum gab es eine Sonderführung mit dem Titel „Von Götter & Götzen – Glaubensvorstellungen im Wandel der Zeit“.

Die Fahrt dauerte 50 Minuten und die liebe Janin, die hier auch schon eine Rezension veröffentlichte, begleitete mich. Vom Bahnhof waren es 10 Minuten Fußweg zum Museum, welches idyllisch auf einer Insel in der Innenstadt liegt. Das Archäologische Landesmuseum belegt die modernisierten Räumlichkeiten des Pauliklosters, das sich mit seinen hohen Backsteinwänden aus dem 14. Jahrhundert eindrucksvoll dem blauen Himmel entgegenreckte.

Die Sonderführungen beginnen meistens um 15 Uhr, so dass wir noch drei Stunden Zeit hatten uns die beeindruckende Dauerausstellung anzusehen. Die Räume sind wunderbar modern und frisch gestaltet. Das Auge hat immer wieder andere Einflüsse und Eindrücke und die Extrainformationen sind zwar etwas versteckt, sobald ich jedoch begriffen hatte, wie sie zu finden sind, erschloss sich noch eine weitere Möglichkeit der Informationsaufnahme – wenn ich Lust dazu hatte.

Bildquelle: Webseite des Archäologischen Landesmuseum, Quelle.

Die Funde in Brandenburg erstrecken sich von der Altsteinzeit (130 000 Jahre v. Chr.!!!) über die Bronzezeit (2000 – 800 Jahre v. Chr.) und das Mittelalter (500 – 1500 Jahre n. Chr.) bis in die Neuzeit (bis heute). Dabei fällt mir erneut auf, wie sehr die Zeitwahrnehmung damit beeinflusst wurde, dass irgendjemand plötzlich meinte bei Null mit der Jahreszählung neu zu beginnen. Von dem Jahr Null bis heute ist genau so viel Zeit vergangen, wie davor zur Bronzezeit. Ich finde diesen Aspekt immer wieder erstaunlich und auch, das wir so wenig darüber wissen, wie es den Menschen damals wirklich ging, was sie taten, wie sie sprachen oder wie sie ihre Umwelt wahrnahmen.

Bildquelle: Webseite des Archäologischen Landesmuseum, Quelle.

Sehr eindrucksvoll fand ich zum Ende der Ausstellung das Erdschichtenmodell „Stratorama“, das alle Epochen einfängt und aus Sicht der Archäologie darstellt. Die wunderbaren Details sind großartig dargestellt, vom slawischen Körpergrab, über einen versteckten Münzschatz in einem Keramikgefäß, bis hin zu der zugeschütteten Kellernische aus der Kriegszeit des letzten Jahrhunderts.

 


https://fatimadjamila.files.wordpress.com/2016/11/neolitiska-evolutionen-trepaneringsritualen-rand.jpg?w=273&h=391
„Neolitiska Evolutionen (Trepaneringsritualen)„, Kunst von Fatima, Quelle: fatimadjamila.wordpress.com

Die Sonderführung wurde von der bezaubernden Fatima Wollgast gestaltet. Sie leitete uns durch die Jahrtausende, schaffte Kontext und ein wenig Hintergrundwissen und machte uns auf die Kleinigkeiten und Unterschiede aufmerksam.

 

Vor allem wies sie darauf hin, dass viele Erkenntnisse aus Interpretationen der Archäologen bestehen (was ich nicht oft genug betonen kann!). Einiges davon mag der Wahrheit nahe kommen, jedoch kann keiner sagen wie nahe.

Spannend finde ich die Vermutung, dass die Höhlenmalereien von Jagdszenen als Glückszauber angesehen werden. Als eine Art von Wunschdenken und Visualisierung um das zu bekommen, was man will. (Ist das nicht auch die Art und Weise der Superreichen noch reicher zu werden? xD)

Und beeindruckend fand ich den einen mittelsteinzeitlichen Knochenfund einer Frau, an deren Schädel einige gleichartige Hirschknochen gefunden wurden. Fatima zeigte uns zum Vergleich ein Bild der Schamanin von Bad Dürrenberg. Offenbar gab es zu dieser Zeit einige weibliche Skelette, die verschiedene tierische Knochen um ihren Körper trugen oder damit begraben wurden. Sie werden von der Forschung ‚Schamanen‘ genannt, denn die Grabbeigaben sind recht ungewöhnlich. Die bildliche Rekonstruktion der Schamanin machte mich sprachlos und nachdenklich.

Die Frau wurde mit verschiedensten Tierknochen begraben: Biber, Hirsch, Kranich, Reh, Wildschwein, Wisent, Panzerbruchstücke von Sumpfschildkröten und Muschelschalenreste. Bildquelle: Testudowelt. 

Die komplette Sonderführung war meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Sie war informativ, kreativ und nicht zu lang. Es durften jederzeit Fragen gestellt werden, die Fatima Wollgast seriös beantworten konnte. Ich war rundum zufrieden und fahre gerne wieder ins schöne Brandenburg an der Havel.

Rezension · Buch

Linnea Hartsuyker: Krone und Feuer (Die Fjordland-Saga, Bd. 1)

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Was tut eine Historikerin, die erfährt, dass sie von dem norwegischen König Harald I. abstammt? Genau, Sie schreibt einen Abenteuerroman über den mittelalterlichen König! Und dieser wird auch noch ziemlich gut, denn er strotzt vor Abenteuern, Gefahren und Mut. Und es ist auch noch ein Wikinger-Roman, womit alle meine Wünsche an einen Roman erfüllt wären.
Doch kann eine Geschichte mit Wikingern nach der Serie Vikings überhaupt noch ernst genommen werden? Ja kann sie, wenn sie so wunderbar erzählt ist wie Krone und Feuer von Linnea Hartsuyker.

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