Allgemein · Gewinnspiel

Der quâtspreche feiert Geburstag mit einem Gewinnspiel

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Kartendesign von ‚Grafik Werkstatt‘

Herzlichen Glückwunsch zum
3. Geburtstag

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Durch die vielen Erlebnisse in meinem Privatleben, hat sich der quâtspreche doch recht stark verändert. Dies bedauere ich jedoch nicht, denn Bücher sind eine wirklich schöne Sache. Und es bedeutet nicht, dass es sich nicht erneut ändern kann. Momentan genieße ich jedoch die Zeit, die ich zum Lesen verbringe, das wird sich sicherlich irgendwann wieder ändern.

Btw, ich bin immer gerne bereit DICH als Co-Autor beim quâtspreche deine Texte veröffentlichen zu lassen. Voraussetzungen dafür sind: Lust am Schreiben, Liebe für Geschichte, selbstständiges Arbeiten. Falls du interessiert bist, schreibe mir einfach.

 

HERZLICHEN DANK

an meine Leser, Freunde und Verwandte für die Unterstützung!

Und jetzt kommen wir zum Gewinnspiel!

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Allgemein · OFF-Topic

Liebster Award

Die liebe Claudia Preckel von Persophonie: Kultur-Geschichte hat mich in diesem tollen Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür! Ich freue mich sehr, dass ich daran teilnehmen darf.

Was ist der Liebster Award?

Der Liebster Award ist eine Art digitaler Wanderpokal, manche sagen etwas bösartig: ein digitaler Kettenbrief. Wenn man nominiert wird, bearbeitet (netterweise) die Fragen und reicht den Award dann weiter. Auf diese Weise kann man neue Blogs und neue Blogger/innen und lernt andere spannende Themen kennen. Ich habe mich tatsächlich durch viele mir zuvor nicht bekannte Blogs geklickt und interessante Blogposts gelesen!

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Allgemein · News

Neue Wege

Letzte Woche habe ich den Schritt getan und bin aus dem Förderverein des Museumsdorfes Düppel ausgetreten. Nach über drei Jahren sehr aktiver Teilnahme habe ich mich nun dazu entschlossen einen anderen Weg einzuschlagen. Ich hatte einige schöne Wochen in dem Freilichtmuseum und habe wirklich nette Leute kennengelernt, die ich sicherlich vermissen werde.

Ein Grund für die Veränderung ist ganz klar der Abschluss meines Studiums. Endlich habe ich wieder Zeit durchzuathmen, konnte meine Gedanken schon ein wenig sortieren und habe die Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit als Last empfunden. Da musste ich einfach einen Schlussstrich ziehen.

Denn eine andere aktive Mitarbeit empfinde ich momentan nicht als Belastung, sondern als Bereicherung. Unzählige Stunden verbringe ich seit einem Jahr damit den HEROLD zu unterstützen. Der Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften existiert seit knapp 150 Jahren! in Berlin und braucht aktuell einen kleinen Anschubser. 🙂

Seit dem 18. September bin ich die Ansprechpartnerin für ‚Öffentlichkeitsarbeit und Presse‘, denn der hiesige Vorstand ist beeindruckt von meiner Tatkraft und meiner Arbeit. In den nächsten Wochen wird der Verein den Anschluss an die Neuzeit erhalten, denn er hat ihn sich verdient. Wenn ich daran denke, wie hart die wenigen ehrenamtlichen Mitarbeiter dort schuften und was sie zustande bringen, wird mir ganz schwindelig. Und trotzdem habe ich mich offenbar dort bewiesen, wenn die Arbeit dort macht mir wahnsinnig spaß.

Und so schloss sich heute eine Tür, zu einem Raum, der viel zu viele Menschen beinhaltete. Nun kann ich in Ruhe mit dem Herold arbeiten und weiterhin wissenschaftlich tätig sein, auch wenn ich vermutlich in keinem Museum und auch in keiner Universität arbeiten werde. Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommen wird, denn die 150-Jahre-Feier steht vor der Tür! Aber auch andere spannende Projekte formen sich in den Gedanken der Genealogen und Heraldiker des Vereins. 😀

Ausstellung · Museumsbesuch

Von Göttern und Götzen – eine Themenführung im Archäologischen Landesmuseum von Brandenburg

Obwohl es hier beim quâtspreche langsam so aussieht, als würde ich nur noch Bücher lesen und rezensieren, passiert drum herum doch so einiges. An einem wunderschönen Sonntag bin ich von Berlin mit der Bahn nach Brandenburg an der Havel gefahren, denn im dortigen Archäologischen Landesmuseum gab es eine Sonderführung mit dem Titel „Von Götter & Götzen – Glaubensvorstellungen im Wandel der Zeit“.

Die Fahrt dauerte 50 Minuten und die liebe Janin, die hier auch schon eine Rezension veröffentlichte, begleitete mich. Vom Bahnhof waren es 10 Minuten Fußweg zum Museum, welches idyllisch auf einer Insel in der Innenstadt liegt. Das Archäologische Landesmuseum belegt die modernisierten Räumlichkeiten des Pauliklosters, das sich mit seinen hohen Backsteinwänden aus dem 14. Jahrhundert eindrucksvoll dem blauen Himmel entgegenreckte.

Die Sonderführungen beginnen meistens um 15 Uhr, so dass wir noch drei Stunden Zeit hatten uns die beeindruckende Dauerausstellung anzusehen. Die Räume sind wunderbar modern und frisch gestaltet. Das Auge hat immer wieder andere Einflüsse und Eindrücke und die Extrainformationen sind zwar etwas versteckt, sobald ich jedoch begriffen hatte, wie sie zu finden sind, erschloss sich noch eine weitere Möglichkeit der Informationsaufnahme – wenn ich Lust dazu hatte.

Bildquelle: Webseite des Archäologischen Landesmuseum, Quelle.

Die Funde in Brandenburg erstrecken sich von der Altsteinzeit (130 000 Jahre v. Chr.!!!) über die Bronzezeit (2000 – 800 Jahre v. Chr.) und das Mittelalter (500 – 1500 Jahre n. Chr.) bis in die Neuzeit (bis heute). Dabei fällt mir erneut auf, wie sehr die Zeitwahrnehmung damit beeinflusst wurde, dass irgendjemand plötzlich meinte bei Null mit der Jahreszählung neu zu beginnen. Von dem Jahr Null bis heute ist genau so viel Zeit vergangen, wie davor zur Bronzezeit. Ich finde diesen Aspekt immer wieder erstaunlich und auch, das wir so wenig darüber wissen, wie es den Menschen damals wirklich ging, was sie taten, wie sie sprachen oder wie sie ihre Umwelt wahrnahmen.

Bildquelle: Webseite des Archäologischen Landesmuseum, Quelle.

Sehr eindrucksvoll fand ich zum Ende der Ausstellung das Erdschichtenmodell „Stratorama“, das alle Epochen einfängt und aus Sicht der Archäologie darstellt. Die wunderbaren Details sind großartig dargestellt, vom slawischen Körpergrab, über einen versteckten Münzschatz in einem Keramikgefäß, bis hin zu der zugeschütteten Kellernische aus der Kriegszeit des letzten Jahrhunderts.

 


https://fatimadjamila.files.wordpress.com/2016/11/neolitiska-evolutionen-trepaneringsritualen-rand.jpg?w=273&h=391
„Neolitiska Evolutionen (Trepaneringsritualen)„, Kunst von Fatima, Quelle: fatimadjamila.wordpress.com

Die Sonderführung wurde von der bezaubernden Fatima Wollgast gestaltet. Sie leitete uns durch die Jahrtausende, schaffte Kontext und ein wenig Hintergrundwissen und machte uns auf die Kleinigkeiten und Unterschiede aufmerksam.

 

Vor allem wies sie darauf hin, dass viele Erkenntnisse aus Interpretationen der Archäologen bestehen (was ich nicht oft genug betonen kann!). Einiges davon mag der Wahrheit nahe kommen, jedoch kann keiner sagen wie nahe.

Spannend finde ich die Vermutung, dass die Höhlenmalereien von Jagdszenen als Glückszauber angesehen werden. Als eine Art von Wunschdenken und Visualisierung um das zu bekommen, was man will. (Ist das nicht auch die Art und Weise der Superreichen noch reicher zu werden? xD)

Und beeindruckend fand ich den einen mittelsteinzeitlichen Knochenfund einer Frau, an deren Schädel einige gleichartige Hirschknochen gefunden wurden. Fatima zeigte uns zum Vergleich ein Bild der Schamanin von Bad Dürrenberg. Offenbar gab es zu dieser Zeit einige weibliche Skelette, die verschiedene tierische Knochen um ihren Körper trugen oder damit begraben wurden. Sie werden von der Forschung ‚Schamanen‘ genannt, denn die Grabbeigaben sind recht ungewöhnlich. Die bildliche Rekonstruktion der Schamanin machte mich sprachlos und nachdenklich.

Die Frau wurde mit verschiedensten Tierknochen begraben: Biber, Hirsch, Kranich, Reh, Wildschwein, Wisent, Panzerbruchstücke von Sumpfschildkröten und Muschelschalenreste. Bildquelle: Testudowelt. 

Die komplette Sonderführung war meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Sie war informativ, kreativ und nicht zu lang. Es durften jederzeit Fragen gestellt werden, die Fatima Wollgast seriös beantworten konnte. Ich war rundum zufrieden und fahre gerne wieder ins schöne Brandenburg an der Havel.

Allgemein

Das 19. Jahrhundert

Zum Ende des Themenmonats würde ich euch gerne darüber informieren, wieso das 19. Jahrhundert für mich so spannend ist. Ich beschäftige mich nun seit über drei Jahren konsequent mit dem Mittelalter, mit seinen Menschen, den Kulturen und der Rezeption. Davor jedoch studierte ich Wissenschafts- und Technikgeschichte und beschäftigte mich dabei mit allen Zeitaltern. Das 19. Jahrhundert ist eine Zeit voller Umbrüche, Neuerungen und Wissenschaft und fühlt sich so ganz anders an als das Mittelalter.

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Allgemein · Reiseberichte

Der Königin-Luise-Ball im Frühjahr 2017

Pünktlich zu meinem Monatsthema entschloss ich mich mit einigen Freunden (darunter auch Sissie von Phoebes Bücher) zu dem Königin-Luise-Ball im Schloss Friedrichsfelde zu gehen. Das Schlößchen liegt im Berliner Tierpark und ist wunderschön restauriert. Das Empire-Regency-Thema faszinierte mich sofort und machte mich dann etwas ratlos, denn außer die Jane Austen Verfilmungen hatte ich bisher wenig Kontakt mit der Mode oder gar den Tänzen. Ja richtig, Tänze!!!

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Allgemein

Und vorbei ist der Frühling

Nach zwei Monaten Blog-Abstinenz bin ich froh wieder dabei sein zu dürfen. Obwohl ich in den zwei vergangenen Monaten viel zu tun hatte, habe ich auch allerhand erlebt. Das Spectrum reicht von Jobsuche, über Hochzeit, bis hin zu einem Besuch eines historischen Balls.

Und da bin ich auch schon beim Thema: Themenmonat! Mein erster Monat, der nur einer bestimmten Epoche gewidmet ist, welche zur Abwechslung nicht das Mittelalter beinhaltet. Ich wählte für den Monar Juli das

19. Jahrhundert.

Durch verschiedene Einflüsse und Aktivitäten stolperte ich nach und über mehr Medien, die im 19. Jahrhundert spielen oder darin entstanden sind. Ich habe verschiedenes Probiert und werde Euch alles präsentieren. Ich freue mich auf Eure Reaktionen.

Dann wünsche ich wieder viel Spaß beim Lesen vom quâtspreche.

Eure Lisa

Allgemein · News

Kurze Unterbrechung der Frühlingspause

Die Sängerin Amanda Simmons, die mit ihrem Frauenassemble Triphonia mittelalterliche Lieder performt, hat ein neues/altes Projekt am Laufen. Um eine CD aufnehmen zu können brauchen Sie etwas finanzielle Unterstützung.

Alle Informationen zum Crowdfunding-Projekt findet ihr HIER.

Auch dieses mal geht es wieder um mittelalterliche Kirchenmusik. Kein geringeres Stück als Hildegarts von Bingen ordo virtutum wird neu aufgenommen. Da ich die professionalität Amandas kenne, bin ich davon überzeugt, dass dieses Projekt absolut einzigartig wird.


Liebe Freundinnen, Freunde und Förderer von Ars Choralis Coeln,

Seit der Premiere unseres ORDO VIRTUTUM im Jahre 2009 auf der „Styriarte“ (A) haben wir das Mysterienspiel mehr als ein Dutzend mal in Deutschland, Europa und sogar in Taiwan aufgeführt. Nun ist die Zeit gekommen, unsere musikalischen Ergebnisse auf einen Tonträger zu bannen.
Wie schon im letzten Newsletter angekündigt, gaben wir im Herbst 2016 ein erfolgreiches Benefizkonzert als Prolog für die CD Produktion. Die weiteren musikalischen Szenen des Ordo für die CD-Aufnahme erfordern einen nächsten finanziellen Baustein: die Vergrößerung unseres Empfängerkreises auf die Ebene eines internationalen Crowdfundings.

Hildegard von Bingen & der ORDO VIRTUTUM
Hildegard von Bingen (1098 – 1179) hat mit ihren visionären Werken und ihren Gesängen ein theologisches Gesamtkunstwerk geschrieben, das seinesgleichen sucht. Mit dem ORDO VIRTUTUM schuf sie das erste uns schriftlich überlieferte Mysterienspiel Europas. Heute noch beeindruckt Hildegards Liebe für das Gestalten und für dramatische Inszenierungen, wenn sie die Virtutes (Gotteskräfte), die Anima (Seele) und den Diabolus (Teufel) auftreten und singen lässt: Hildegards Vision einer göttlichen Ordnung in Tönen.

Die CD-Produktion
Mit unserer Einspielung wollen wir einige Besonderheiten unserer Interpretation des ORDO VIRTUTUM dokumentieren, die sich durch die jahrelange Arbeit mit dem mittelalterlichen Stoff entwickelt haben:
– Die Flötistin Lucia Mense mimt den Teufel: mit mittelalterlichen und mit zeitgenössisch improvisierten Flöten-Tönen.
– Der Teufel spricht durch Anima, die Seele. Diese Doppelrolle übernimmt unsere herausragende Sängerin und Darstellerin Cora Schmeiser.
– Als erstes Ensemble arbeiten wir mit absoluten Tonhöhen im ORDO VIRTUTUM: die Notierung von Tonhöhen war im 12. Jahrhundert noch etwas Neues und Innovatives. Die Notenlinien waren gerade erst erfunden worden. Außer dem Ton „B“ ließen sich keine weiteren chromatischen Schritte schriftlich darstellen. Das führte im Schriftbild zu einer relativen Tonhöhe, die nicht gleichbedeutend war mit der klingenden, tatsächlich gesungenen. Durch intensive Recherche gelang es der Leiterin des Ensembles, Maria Jonas, eine Transkription herzustellen, die dem damaligen Erklingen entspricht oder zumindest nahekommt. Auf unserer Einspielung werden darum einige Stücke des ORDO zum ersten Male so zu hören sein, wie sie damals wahrscheinlich gesungen wurden.

Label RAUMKLANG
Unser Hauslabel RAUMKLANG übernimmt die Aufnahme und Produktion der Doppel-CD. Das Label mit seinem erfahrenen Tonmeister Sebastian Pank steht für ein authentisches Klangerlebnis. Den Schwerpunkt der RAUMKLANG-Veröffentlichungen bildet die Alte Musik. Für seine aufwändig produzierten und anspruchsvoll gestalteten CDs mit ausführlichem Begleitheft erhielt RAUMKLANG bereits zahlreiche begehrte Auszeichnungen, darunter „Grand Prix de l’Académie Charles Cros“ und den „Diapason 5“. Fast alle bisherigen Aufnahmen konnten wir mit diesem renommierten Label umsetzen: (https://www.ars-choralis-coeln.de/medien/diskographie/)

Finanzierung
Eine CD-Finanzierung wird jedoch für uns Künstler immer schwieriger, obwohl es durch die Fortschritte in der Aufnahmetechnik noch nie so einfach und so wenig aufwändig war, sehr gute Aufnahmen zu produzieren. Mittlerweile müssen die Musiker aber alle Kosten selber tragen, da einerseits die Radio-Anstalten keine CDs mehr produzieren (sie arbeiten nur noch mit Dateien) und es somit zu keinen Co-Produktionen mehr kommt. Andererseits ist die Situation fast aller Labels so prekär, dass nur CDs herausgebracht werden können, wenn wir Musiker die komplette Produktion bezahlen.

Die Kunststiftung will uns hierbei unterstützen, ein Drittel müssen wir allerdings selbst aufbringen. Aus diesem Grund hat sich der Förderverein „Freunde & Förderer von Ars Choralis Coeln“ für die Durchführung des Crowdfundings entschieden,
zu dem wir Sie hiermit recht herzlich einladen möchten!