Buch · Rezension · [OFF-Topic]

Susanne Gärtner & Katrin Bliedtner-Sisman: Aufbruch in den Raunächten

Wer wünscht sich nicht mehr Zeit für sich selbst? Doch wenn man sich die Zeit frei geschaufelt hat, was fängt man dann mit sich an? Ich ertappe mich oft dabei, dass ich dann gelangweilt auf der Wohnzimmercouch sitze und die Zeit ungenutzt verstreichen lasse. Erholt bin ich dann nicht, eher frustriert darüber, dass ich meinen Moment nicht genutzt habe. Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman haben aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsam ein Buch geschrieben, dass sich mit den stillen Tagen vor dem Jahreswechsel auseinander setzt. Aufbruch in den Raunächten gibt Ideen und praktische Tipps für die Stärkung des Selbst – auch für die stillen Momente des Alltags.

Die Raunächte, das sind die 12 Tage nach Weihnachten, sind durch eine natürliche Barriere vom Rest des Jahres getrennt. Rund um den 21./22. Dezember ist nicht nur Weihnachten angesiedelt, sondern auch die heidnischen Feiertage Jul, Alban Arthuan, Wintersonnenwende und ähnliches. Es sind die dunkelsten Tage des Jahres (in der nördlichen Hemisphäre), denn die Sonne ist so südlich, dass sie nur für wenige bis gar keine Momente über dem Horizont zu sehen ist.

Vielleicht zufällig (wer mich kennt weiß, dass ich nicht an Zufälle glaube) haben sich in dieser Zeit so viele Feiertage angesammelt, denn diese besondere Zeit in der Dunkelheit markiert das Ende und gleichzeitig den Neuanfang des Jahres. Doch es kann auch auf die persönliche Ebene geführt werden. Die Zeit eignet sich sehr gut für den Rückzug zur Familie und zu sich selbst.  Sie unterliegt ihrem ganz eigenen Zauber. Den Legenden nach ist der Schleier zu anderen Welten in den 12 Nächten dünner. Der Kontakt zu den Ahnen kann besser hergestellt, Orakel können für das ganze Jahr erstellt werden. Wer in dieser Zeit Kontakt zu seinem inneren Selbst aufbaut, kann sich wirklich etwas sehr Gutes tun.


Susanne Gärtner und Katrin Bliedtner-Sisman haben nicht nur für die 12 Tage der Raunächte Meditationsübungen erstellt, sondern auch eine umfangreiche Recherche über deren Mythologie und Geschichte. Sie geben damit einen wirklich tollen und umfangreichen Ratgeber in die Hand.

Nur ein kleiner Einblick in das umfangreiche Inhaltsverzeichnis:

  • Ruhe- und Kraftorte
  • Affirmationen
  • Atemtechnik
  • Räuchern
  • Alte Bräuche in den Raunächten
  • Dankbarkeitsübung

Mich hat dieses Büchlein inspiriert. Es kommt in einer Zeit zu mir, in der ich diese Ratschläge wirklich gebrauchen kann. Viele dieser Übungen werde ich ausprobieren und sicherlich einige in meine tägliche Routine übernehmen. Mit sich selbst sorgsam umgehen ist eine so wichtige Sache, die heute leider oft vergessen wird. Zu viel Druck von innen und außen und zu wenig Zeit in Ruhe ergeben in der Gesamtheit einen unglücklichen und erschöpften Menschen. Dagegen können wir alle etwas unternehmen, jeder für sich, gemeinsam miteinander.

Genießt die Raunächte und spürt die Magie dieser Zeit.

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