Buch · Rezension

Peter Tremayne: Das Kloster der toten Seelen (Schwester Fidelma ermittelt, Bd. 10)

Nachdem Fidelma und Eadulf gemeinsam in seine Heimat segeln wollten, ging alles schief. Nach einem starken Sturm läuft das Schiff einen geschützten Hafen in Wales an und bleibt dort für einige Nächte. Als es wieder ausläuft sind die beiden Protagonisten nicht an Bord, denn Fidelma wurde vom König des Gebiets darum gebeten eine mysteriöse Sache zu untersuchen.

Das Kloster der toten Seelen ist ein wichtiges Kloster der Gegend und wird oft von Pilgern aufgesucht. Doch eines morgens entdeckt ein junger Mönch, dass das Kloster komplett leer ist. Das halb aufgegessene Abendbrot liegt noch auf den Tischen, nichts ist verwüstet, es gibt keine Anzeichen für Leben. Nicht mal die Tiere sind noch vorhanden. Wie bei einem Geisterkloster ruht eine unheimliche Stille über dem Ort. Doch als Fidelma und Eadulf dort angelangen, entdecken sie die wenigen Geheimnisse, die dieser Ort birgt.

Die Gefahren, in die sie dieses Mal geraten, scheinen viel bedrohlicher, als in Irland. Denn hier, auf der britischen Insel, existiert ein großer Konflikt zwischen, Angelsachsen und Briten. Neben den politischen Verworrenheiten und den Vorurteilen, muss Eadulf erneut um sein Leben fürchten. Und diesmal viel realer als noch vor Monaten in dem irischen Kloster. Doch dank der Unterstützung der walisischen Königsfamilie konnte sie erneut mehrere Morde und eine Verschwörung aufdecken.


Ein neuer Aspekt erschwert die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern: Eadulfs angst vor den Briten. Als angelsächsischer Mönch hätte er sich in einem britischen Landesteil auch fürchten müssen, denn die über Jahrhunderte verfeindeten Völker und die damit eingesessene Furcht voreinander, kann nicht durch eine einzige irische Frau geschlichtet werden.

Der Autor hat über die Protagonisten versucht die englische Geschichte zu erzählen, was manchmal zu überlangen Monologen geführt hat. Ja, die Geschichte ist etwas verworren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und die Angelsachsen haben die britischen Gebiete wohl gewaltsam erobert. Aber ich bin der Meinung, dass man das anders hätte beschreiben können. Verwunderlich ist, das die sonst so kluge Fidelma von der Geschichte des Landes GAR KEINE Ahnung hatte.

Schön finde ich aber wieder die kleinen Fortschritte in deren Beziehung, die immer deutlicher auf ein Ziel hinaus laufen. Und wieder einen fetten Dämpfer am Ende bekommen. Wieso???? Wieso nur? Um das ganze Geplänkel noch weiter in die Länge zu ziehen? Um diese unrealistisch platonische Beziehung auf eine neue Stufe zu heben?? Es ist mir unerklärlich!

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