Buch · Rezension

Peter Tremayne: Tod auf dem Pilgerschiff (Schwester Fidelma ermittelt, Bd. 8)

Wie im Band vorher angekündigt fährt Fidelma auf eine Pilgerfahrt. Und diese Fahrt ist nicht nur eine des Glaubens, sondern der Findung und das auf so viele Ebenen. Tod auf dem Pilgerschiff lässt endlich Einblick in Fidelmas Innenleben, in ihre Gedanken und ihr Herz. Hier lernen wir eine verletzte und enttäuschte junge Frau kennen, die eine Bestimmung in ihrem Leben sucht.

Schon bevor das Schiff seine Segel setzt, gibt es schon das erste Todesopfer. Doch dies wird durch eine schnelle Abreise verschleiert. Und doch scheint weiterhin der Tod den Pilgern auf den Fersen zu sein, denn ein weiterer Mord geschieht und Fidelma nimmt, durch Bitten des Kapitäns, die Ermittlungen auf.

Unter den Pilgern findet sich, zum Entsetzen der sonst so starken Irin, ein ganz besonderer Mensch. Es ist ihre erste große Liebe, für den sie beinahe ihre Karriere geopfert hatte. Nicht nur das, er hatte sie zudem entsetzlich betrogen und seitdem trägt Fidelma eine innere Wut und Kälte mit sich herum. Als dieser Mann nun auch noch ihre Hilfe benötigt, ist sie fast entschlossen sich gegen das Gesetz zu lehnen. Doch glücklicher Weise besinnt sie sich und findet zu ihrer inneren Stärke zurück, zu der auch Eadulf, wenn auch aus der Ferne und nur in Gedanken, beiträgt.

Auch wenn ihr ehemalige große Liebe Mitschuld an den Taten trägt, so setzt sie doch alles daran ihn zu beschützen – weil es das Gesetz so vorschreibt. Doch nicht nur die Morde erschweren die Pilgerreise, auch schlimme Unwetter und Verfolgungsjagden wühlen die Gefühle von Fidelma auf. Als dann ein Schiffbrüchiger an Bord kommt, scheint alles zu Eskalieren. Glücklicher Weise kann Fidelma wieder helfen die Wahrheit zu ergründen.

Doch als sie am Zielhafen ankommt erwartet sie eine Hiobsbotschaft. Eadulf wurde wegen Mordes verurteilt. Kann sie es noch schaffen ihn zu retten?


Durch das Zusammentreffen mit dem Menschen, der sie so tief verletzte, begibt sich Fidelma auf eine Reise zu ihrer eigenen Vergangenheit. Die Geschehnisse von damals werden als eigene Kapitel erzählt und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl sie ein wenig besser zu verstehen, ihr verbunden zu sein. Die Tat des jungen Mannes verhärteten ihr Herz, weswegen es ihr so schwer fiel Eadulf aufrichtig entgegen zu treten.

Nun endlich erhalte ich gewünschte Informationen über die Protagonistin. Auch ihre Wutanfälle (na gut, das ist vielleicht etwas schroff ausgedrückt) sind neu. Die sonst so abgeklärte Anwältin ließ sich nur selten zu einer Regung bewegen. Mich erfreut, dass der Autor endlich entschied mehr Tiefe in die Geschichte zu bringen.

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