Buch · Rezension

Peter Tremayne: Tod in der Königsburg (Schwester Fidelma ermittelt, Bd. 7)

Leider lag mir nicht diese wundervolle illustrierte Ausgabe von Der Tod auf der Königsburg vor, jedoch war ich im Buchladen beim Durchblättern sehr begeistert von der Aufmachung. Wieso jedoch ausgerechnet der siebente Teil als illustrierte Ausgabe erschien, verstehe ich nicht so recht.
Fidelma begeistert auch in diesem Band wieder mit Scharfsinn und Können und deckt die verwirrten Vorkommnisse souverän auf.

Seit ein paar Wochen sind Fidelma und Eadulf auf dem Königshof in Cashel, ihrer Heimat, und genießen ein wenig Ruhe. Doch es scheint nur die Ruhe vor dem Sturm zu sein, denn die Verhandlungen ihres Bruders und die friedliche Einladung des kriegerischen Fürsten der Ui Fidgente enden in einem Chaos: Beide Fürsten werden angeschossen und bezichtigen sich gegenseitig der Tat.

Natürlich muss Fidelma handeln und wird von ihrem Freund dabei unterstützt. Ihre Untersuchungen führen Sie zu einem nicht fern gelegenen Kloster, dem vor Kurzem die heiligen Reliquien gestohlen wurden. Da Sie gerade eh vor Ort ist, hilft sie auch diesen Fall zu lösen und stößt plötzlich auf Gemeinsamkeiten. Und plötzlich erwachen die Totgeglaubten wieder zum Leben und das Kloster und die umliegende Stadt sowie die große Eiche des Volkes von Cashel werden angegriffen. Der jahrhundertealte Baum wird von den Angreifern gefällt und der Verdacht wird auf die Ui Fidgente gelenkt.

Doch wer Fidelma kennt, weiß, dass sie diese plumpen und zu offensichtlichen Hinweise immer stark hinterfragt und schlussendlich dadurch zum Ziel und zur Wahrheit findet. Eine große Verschwörung brodelt im Hintergrund und droht sie und Eadulf zu verschlingen. Doch durch viel Glück kann der Drahtzieher am Ende entlarvt und die wichtigen Verhandlungen über Frieden können aufgenommen werden.


Überraschender Weise wird erwähnt, dass Fidelma aus dem Kloster, welches Sie als ihre offizielle Herkunft betitelte, ausgetreten war. Hier ist ein erster Hinweis darauf zu sehen, dass sich Fidelma in ihrem Inneren langsam nicht mehr sicher ist, ob sie eher eine Gläubige, oder eine Gelehrte ist. In dieser Episode scheint die junge Irin ständig sauer auf Eadulf zu sein. Sie hat plötzlich keine gute Meinung mehr von ihm und empfindet ihn eher wie eine Last. Doch offenbar scheint dahinter mehr zu stecken.

Zum Schluss des Romans trennen sich die Wege der beiden, denn sie sind wohl zu stolz oder zu ängstlich den ersten Schritt aufeinander zu zu machen. Es war der erste Moment, indem es hätte möglich sein können, dass sie ein wenig offener über ihre Gefühle sprechen, doch der Moment vergeht und ich will fast in mein Buch beißen, so enttäuscht bin ich darüber.

Nun geht sie auf eine Pilgerreise und er zurück nach England. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht.

Advertisements

Bitte hier kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s