Buch · Rezension

Peter Tremayne: Tod im Tal der Heiden (Schwester Fidelma ermittelt, Bd. 6)

Und wieder wird Fidelma zusammen mit Eadulf in eine entlegene Ecke der irischen Insel geschickt. Jedoch steht zuerst nicht ein Mord im Vordergrund, sondern die Verhandlung eines noch heidnischen Ortes über den Bau einer kleiner Kirche vor Ort. Der König von Cashel, Fidelmas Bruder, schickt seine beste Unterhändlerin um eine Lösung zu finden, die alle Seiten zufrieden stellt. Doch schon bald kommt alles anders….


Schon als Eadulf und Fidelma eintreffen scheint die geplante Verhandlung zum Scheitern verurteilt zu sein. Eigentlich sollten sie wegen eines Neubaus einer kleinen katholischen Schule und einer Kirche im heidnisch geprägten Ort verhandeln. Doch vor den Toren wurden 33 Leichen junger Männer so angeordnet, dass ein Ritualmord kaum ausgeschlossen werden kann. Doch Fidelma ist diese Schlussfolgerung zu offensichtlich. Auch die Verhandlungen laufen in komplett falsche Bahnen, so dass sie diese frühzeitig abbricht. Und dann geschieht auch noch das Unfassbare: Sie selbst wird eines Mordes verdächtigt.

Nun muss der englische Mönch Eadulf sein Können unter Beweis stellen, denn er ist der Einzige, der Fidelma aus der aussichtslosen Lage helfen kann. Und dann ist da auch noch dieser verdächtige Pferdehändler, der gar keine Pferde bei sich hat und viel zu viele Fragen stellt.


In diesem besonderen Fall steckt zum ersten Mal wirklich um einiges mehr dahinter, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Morde und Verwirrungen werden immer verzwickter und Eadulf folgt Fidelma trotzdem noch wie ein lieber Hund, jedoch scheint er immer im richtigen Moment die richtige Frage zu stellen, oder durch ein Ungeschick auf einen Hinweis aufmerksam zu machen.

Durch die wirklich verwirrenden Abläufe und unzureichenden Informationen für den Leser, der wirklich ausschließlich Fidelmas und Eadulfs Erfahrungen teilt, ist die Auflösung wirklich überraschend. Ein spannender Teil, indem leider immer noch die persönliche Komponente der Protagonisten fehlt. Doch irgendwie zogen mich die Fälle der toughen Irin immer weiter in den Bann und ich musste sofort zum nächsten Teil übergehen. Gut, dass es die schmalen Bände schon günstig im Onlineantiquariat zu finden sind!

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