Buch · Rezension · [OFF-Topic]

Paula Brackston: The Silver Witch

Dieses Buch ist, trotz des Titels, eine wunderbare Geschichte um Trauer, Liebe und Selbstbestimmung. Paula Brackston schreibt mit einer unglaublichen Liebe für Details. Zudem besteht die hälfte des Buchs aus einer Rückblende ins Frühmittelalter, was es für mich noch spannender macht.

Tilda (Paula Brackston hat eine Vorliebe für diesen Namen) zieht mit ihrem frisch vermählten Mann in ein abgelegenes Häuschen in einer Kleinstadt in Wales. Der Ort liegt an einem See in einem dichten Wald. Leider will das Schicksal, dass ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben kommt. Plötzlich steht Tilda alleine da mit ihrer Selbstständigkeit. Und Plötzlich passieren viele ungewöhnliche Dinge um sie herum.

Gleichzeitig erlebt der Leser die Schamanin Seren, die im gleichen Ort wie Tilda lebte, nur etwa 1500 Jahre früher. Die Seherin kämpft in ihrer Zeit um die Anerkennung der natürlichen Kräfte neben dem christlichen Glauben. Jedoch haben sich schon viele der Natur abgewandt und fürchten die selbstbewusste und stille Schmanin, die als Ratgeber des Königs einen hohen Rang im Rat innehält.

Unweigerlich erfährt der Leser, dass beide Leben miteinander verknüpft sind. Zufällig entdecken Archäologen in Tildas Zeit ein Grab, das zwei Skelette beinhaltet. Doch einer der beiden Toten, die in Serens Leben starben, will nicht friedlich in seiner Todesstätte liegenbleiben. Tildas übersinnliche Wahrnehmung und ihr neu erweckter Lebenswille geben ihr den Mut, den sie braucht um das Unglück abzuwenden.


Auch wenn die Romane von Paula Brackston leider nicht in der deutschen Übersetzung vorliegen, so muss ich sie jedoch jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach sich selbst und ein wenig Magie in seinem Leben ist. Aber das ist nicht alles, was dieser spannende Roman bereithält. Durch die beiden miteinander verknüpften Leben und den Rätseln, die sich dadurch ergeben und gelöst werden, ist die Geschichte bis zum Ende höchst spannend und dramatisch.

Auffallend ist die natürlichkeit des Ortes, an dem die Protagonisten leben. Und kein Wunder: Paula Brackston wohnt in der Nachbarschaft und verbrachte einige Zeit ihrer Kindheit an dem besagten See. Auf ihrer Homepage lässt sie ihre Fans an der Landschaft und den Eindrücken teilhaben. Ich mag diese Nähe und den Kontakt zu lesern und empfinde sie und ihre Geschichten nun als noch sympathischer.


The Silver Witch‚ birgt historisch gut recherchierte Fakten, gepaart mit  einer guten Kenntnis der archäologischen und historischen Arbeit und Vorgehensweisen, gewürzt mit Kreativität und Kenntnisse über historische Handwerke. Ich bin total begeistert von dem Roman und Paula Brackstons Mut diese ganzen ‚trockenen‘ Aspekte in einer magischen Geschichte zusammenzuführen. Für mich funktioniert es, deswegen werde ich weitere Erzählungen der Autorin lesen.

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Ein Kommentar zu „Paula Brackston: The Silver Witch

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