Buch · Rezension · [OFF-Topic]

Genevieve Cogman: Die flammende Welt

Der dritte Teil der Serie um Bibliothekarin Irene und ihren Lehrling Kai startet mit einem rasanten Bücherdiebstahl, der gleich in eine weitere dramatische Handlung übergeht. Irene und Kai, die nach den vielen Erlebnissen immer vertrauter miteinander sind, greifen zu immer drastischeren Maßnahmen, die ganz außerhalb der eigentlichen Verhaltensgrundsätzen der Bibliothek liegen.

Die unsichtbare Bibliothek wird von Irenes Gegenspieler schwer getroffen und steht ‚unter Beschuss‘. Bibliothekare verschwinden oder werden ermordet, auch Irene muss mehreren Mordversuchen ausweichen. Kai und der Superdetektiv aus der viktorianischen Steampunk-Zeit des ersten Bandes stehen der mutigen Frau tapfer zur Seite. Doch anstatt sich mit der geheimnisvollen Institution zu verschanzen und zu verteidigen, werden die beiden auf eine weitere Mission geschickt.

Eins führt zum anderen und plötzlich muss Irene erneut gegen ihren Widersacher kämpfen um den Untergang der Bibliothek zu verhindern. Danke der Hilfe ihrer Freunde kann sie sich durchsetzen und versetzt dem ehemaligen Bibliothekar einen schweren Schlag.


Ohne die vorherigen Teile ist dieser Band und die Geschichte kaum zu verstehen. Die gemeinsamen Erlebnissen werden kaum angesprochen und Protagonisten so gut wie gar nicht vorgestellt, so dass nur Leser der vorherigen Bände die Geschichte genau verstehen können. Gut, dass ich nicht mittendrin einsteige!

Die Story ist wie immer gut geschrieben, auch wenn hier und da wieder einige logische Handlungen aufgrund der Schnelligkeit der Geschichte verloren gehen. Es passiert so viel, in solcher Geschwindigkeit, dass ein normaler Mensch vor Erschöpfung tot umgefallen wäre. Außerdem ist diesmal leider ein wirklich grober Schnitzer drin, denn die letzten Ereignisse (über Stunden) passierten alle zur gleichen Uhrzeit, erst später, dann früher, so dass ich total durcheinander war. Wenn die genaue Uhrzeit so wichtig ist, wieso muss dann dieser Fehler passieren? Dann doch lieber keine Uhrzeit und die eine wichtige Nacht auf 36 Stunden dehnen.

Auch wenn wieder einige Logikfehler dabei sind, fand ich die Geschichte spannend. Leider bleiben bei der ganzen Dramatik die zwischenmenschlichen Beziehungen auf halber Strecke. Ein kurzer Versuch wird unternommen, doch das war so halbherzig und plump, dass ich mir wünschte, sie würden ganz raus bleiben.

Es bleibt ein ’naja‘ Eindruck bei mir zurück. Ich mag, dass Irene langsam ihre innere Stärke entdeckt und ihr Selbstbewusstsein aufpoliert. Doch ich mag die Schnelligkeit nicht ganz so gerne, ich würde lieber die Charaktere besser kennen lernen und mehr entspannte Zeit mit ihnen verbringen. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, der im nächsten Jahr erscheinen wird.

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3 Kommentare zu „Genevieve Cogman: Die flammende Welt

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