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Quelle: Amazon

Die wunderbare Katharina Münz veröffentlichte noch ein Buch mit einer Geschichte, die Melwyns Leben in der Schildmaid-Saga berührt und in der gleichen Zeit spielt. Die halbmaurische Foy wächst in einer mitteleuropäischen Stadt auf und lebt ein Leben als Dienstmagd an einem adligen Hof. Doch plötzlich lernt sie einen Fremden kennen, der ihre innigsten Wünsche auf eine nicht vorhergesehene Art wahr werden lässt.

Foy ist eine junge Frau des Frühmittelalters, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie hatte sich nicht viel von ihrer Zukunft erhofft und war auch recht zufrieden damit. Als sie plötzlich wie eine Trophäe bei einem Raubzug aus ihrem Leben gerissen wird, weiß sie zuerst nicht, wie sie damit umgehen soll. Ihr Entführer entpuppt sich als ein wohlhabender Däne und er nimmt sie mit sich, zeigt ihr seine Welt und heiratet sie. Doch Foy ist bis zum Schluss, bis nach der Geburt ihres ersten Kindes, nicht sicher, ob sie genauso fühlen kann.


Grundsätzlich beweist Katharina Münz wieder einmal, dass sie bewegende und schillernde Charaktere erschaffen kann. Jedoch erinnert mich sehr vieles an Melwyn, denn die Zusammensetzung der Paare ist ähnlich. Eine Christin wird von Dänen entführt und verliebt sich in ihren Entführer. Außerdem findet sie mehr Erfüllung in der ‚heidnischen‘ Religion und den dänischen Bräuchen. Was bei Melwyn frisch und neu war, fühlt sich hier ein wenig abgedroschen an. Auch der Erzählstil ist diesmal nicht ganz so kräftig und überzeugend, jedoch solide (und das ist vollständig als Kompliment gemeint, auch wenn viele umgangssprachliche Ausdrücke verwendet wurden).

Im Allgemeinen hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte gut durchdacht, jedoch hastig entstanden ist. Viele Abläufe sind ähnlich, einiges wirkt recycelt aus früheren Romanen. Ich glaube diesem Buch hätte es gut getan einige Zeit zur Reifung liegengelassen zu werden. Ich bin trotzdem gespannt, ob und was als nächster Historienroman erscheint.

 

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