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Kaum hatte sich die Aufregung des spannenden ersten Teils gelegt, gibt es auch schon die nächste Unruhe im fiktiven viktorianischen England. Irene, die toughe Protagonistin, reist in ein fernes Venedig, wo ein immerwährender Maskenball statt zu finden scheint. Doch sie reist nicht allein und sie reist auch nicht zum Spaß dorthin.

Die Agentin der Unischtbaren Bibliothek muss in diesem Abenteuer nicht nur das Leben ihres Schülers Kai retten, sondern gleichzeitig ein Welten-Krieg verhindern. Alles scheint miteinander verwoben zu sein, doch Irene kann sich geschickt durch alle Fäden winden.

Leider hat die Fortsetzung inhaltlich, wie stilistisch einige Mängel. Sissie Ritter hat in ihrem Beitrag ganz Recht damit, zu betonen, wie die Charaktere hinter der faden Geschichte ins Dunkle verschwinden. Schade, ich war so überzeugt vom ersten Teil, es war einfach eine neue und frische Geschichte, die leider in dem zweiten Teil in einem der langweiligsten Stereotyp-Plots versunken ist.

Was mich am Meisten gestört hat, war das Ende, das mitten in der Geschichte lag: ein riesen Cliffhanger. Ja, natürlich gehe ich davon aus, das alles gut endet, aber vielleicht gibt es ja gerade nach der ganzen vorhersehbaren Geschichte DIE Wendung. Aber damit kann ich wohl nicht rechnen.

Im Allgemeinen las sich das Buch so lala, ich konnte es jederzeit weglegen, es gab kaum spannende Stellen. Auch die ‚überraschende Wendung‘, als der Detektiv Vale wieder in die Geschichte stößt, war mir von Anfang an klar. Dank des Endes werde ich auch den nächsten Teil lesen, bin mir aber nicht sicher, ob es sich lohnt weitere Teile zu kaufen.


Aber: Möglicher Weise dient ‚Die maskierte Stadt‘ dazu alle gegnerischen Parteien besser kennen zu lernen. Vielleicht diente dieses Geplänkel ja dazu einen unterschwelligen Konflikt weiter brodeln zu lassen und vielleicht war auch dieser ganze vorhersehbarer Plot genau das, was er sein sollte: Vorhersehbar. Immerhin steckte Irene tief in der Fanatasywelt der Elfen und dort läuft alles nach einer Geschichte ab (je nachdem in welcher man gerade steckt). Und ich muss sagen, wenn es gewollt war, dann ist es wirklich gut gewesen. Ich kann in etwa nachvollziehen, wie schwer es ist mit voller Absicht eine stereotypische Geschichte zu schreiben, obwohl die Ausgangssituation wirklich keine war.

Deswegen bin ich hin und her gerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

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