Rezension · Serie · [OFF-Topic]

Ripper Street (TV-Serie)

Quelle: Moviepilot

Durch eine Empfehlung bin ich auf diese Serie gestoßen und bin sehr Dankbar dafür, dass ich diese tolle Krimi-Serie geschaut habe. Ein ungewöhnlich detailliertes Setting, gepaart mit guter Schauspielerei lassen mein Herz höher schlagen und unterhalten mich wirklich gut. Wenn die Charaktere dazu auch noch an Tiefe besitzen, bin ich rundum zufrieden.

Die Serie Ripper Street spielt in London am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Ermittler, die in den Jack-the-Ripper Fällen ermittelten, welche sechs Monate zurück liegen, kämpfen mit den Erlebnissen und Bilder dieser Gräueltaten. Doch ihr Leben geht weiter und sie müssen weiter ihrer Arbeit nachgehen. Wir begleiten nun Inspektor Edmund Reid durch die Straßen Whitechapels, ein Ortsteil Londons, wo er verschiedenste Mordfälle aufklärt. An seiner Seite der kräftig zuschlagende Sergeant Bennet Drake (Jerome Flynn, den viele aus Game of Thrones kennen) und der gewitzte Amerikaner Captain Jackson, der die Rolle des Mediziners übernimmt.

Eigentlich ist es eine unspektakuläre Rollenverteilung. Es gibt Frauenrollen, die verschiedenste Positionen und Aufgaben übernehmen und die Männer immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Die Männer sind schießwütige Draufgänger, die zu Gewalt neigen, wenn sie keine Antworten bekommen. Neben der übergreifenden Story-Line ist fast jede Folge auch in sich abgeschlossen und behandelt einen Mordfall. Durch diese übergreifende Geschichte entwickeln sich jedoch die Charaktere, Frauen übernehmen traditionelle Männerrollen und anders herum. Die Protagonisten gewinnen immer mehr an tiefe, was mich zum Schluss sehr beeindruckt hat, denn es wirkt echt und ist gut nachvollziehbar.

Da ist der Inspektor, der erst seine Tochter, dann seine Frau verliert und sich in seine Arbeit flüchtet. Er hat so viel Tod und Gewalt gesehen, dass er irgendwann selbst nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Und der Sergeant, der erst als Schläger fungiert, doch aus dieser Rolle ausbricht, da er merkt, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt erzeugt. Er erhebt sich aus der unterwürfigen Position und folgt seinem Herzen. Auch der Captain wandelt sich von einem Halunken zu einem gewissenhaften Mediziner, der mit den damals neusten Methoden Verbrechen aufklärt. Seine Rolle wird durch seine Gauner-Frau Susan immer wieder in die Düsternis gezogen, für die sie am Ende die Rechnung bezahlen muss.

Nebenbei gibt es immer wieder Ausflüge und Ideen davon, wie und in welcher Weise die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts ihre Umwelt wahrnahmen. Von den ersten Videoaufzeichnungen, über die Eisenbahn oder auch Frauen in den verschiedenen aktiven Berufsschichten.

Quelle: Moviepilot

Viel Wert wurde auf die Kostüme gelegt, was ich mit Wohlwollen betrachtet habe. Da innerhalb der ganzen Serie auch ein Jahrzehnt vergeht und sich in London die Mode geringfügig ändert hatte, wurde auch dies angepasst!! Kleine Details, die das Setting harmonisch und die Geschichte lebendig machen.

Ripper Street ist eine gute Krimi-Serie mit dem gewissen Etwas in fünf Staffeln. Es gibt ein gutes Ende, das jedoch noch Spielraum für eventuelle Fortsetzungen offen lässt. Jedoch ist dies bisher nicht geplant.

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3 Kommentare zu „Ripper Street (TV-Serie)

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