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Das 19. Jahrhundert

Zum Ende des Themenmonats würde ich euch gerne darüber informieren, wieso das 19. Jahrhundert für mich so spannend ist. Ich beschäftige mich nun seit über drei Jahren konsequent mit dem Mittelalter, mit seinen Menschen, den Kulturen und der Rezeption. Davor jedoch studierte ich Wissenschafts- und Technikgeschichte und beschäftigte mich dabei mit allen Zeitaltern. Das 19. Jahrhundert ist eine Zeit voller Umbrüche, Neuerungen und Wissenschaft und fühlt sich so ganz anders an als das Mittelalter.

Wenn ich an das 19. Jahrhundert denke, fallen mir vor allem Errungenschaften des Fortschritts ein. Dinge wie die Eisenbahn, Elektrizität oder die Industrielle Revolution schufen die technikorientierte Welt, in der wir heute leben. Alltägliche Gebrauchsgegenstände wie das Fahrrad, die Schreibmaschine (na gut, wir nutzen heute die Weiterentwicklung) oder Margarine fanden ihren Platz in der Welt. Und Dinge, die wir uns heute kaum mehr wegdenken können, wie Gummi, Fotografie und Film oder das Auto, erobern die herzen der Menschen und kurbeln die Wirtschaft stark an.

Aber auch viele große literarische Werke entstanden in dieser Zeit. Werke voller Phantasie und Zukunftsdenken. Jules-Gabriel Verne (1828 – 1905) schrieb seine vielen großartigen Werke. Jane Austen (1775 – 1817), Charles Dickens (1812 – 1870), Mark Twain (1835 – 1910) oder Leo Tolstoi (1828 – 1910) schufen ebenfalls in dieser Zeit ihre unvergesslichen Geschichten.

»In 20 Jahren wirst du über die Dinge, die Du nicht getan hast, mehr bedauern, als Deine Taten. Also, mach die Leinen los, verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in Deinen Segeln, erforsche, träume, entdecke.«

– Mark Twain

Späte Mode mit ‚Tornüren‘ (langen Korsetts). Quelle

Stark zu sehen sind die Veränderungen der Gesellschaft auch immer an deren Mode. In diesem Jahrhundert verändert sie sich wieder stark. Zu Beginn sind die Kleider der Frauen weich fallend, fließend und die Stoffe fast durchsichtig. Zum Ende hin sind sie stark durch Korsetts tailliert, mit viel Spitze und Rüschen und werden mit aller Arten von Hüten getragen. Sehr schön anzusehen sind alle diese Kleider im Kunstgewerbemuseum in Berlin.

Besonders spannend finde ich die Information, dass die älteste Frau mit 117 Jahren dieses Jahr im April verstarb. Die Italienerin Emma Morano ist der letzte lebende Mensch aus dem 19. Jahrhundert! Auf der Internetseite von Welt24 gibt es einen schönen Bericht und ein Video von ihrem Eintrag ins „Guinnesbuch der Rekorde“.


Es gibt sicherlich noch viel mehr Dinge über dieses spezielle und wundervolle Jahrhundert zu erzählen. Deswegen würde ich gerne Eure Meinung/Vorschläge/Ideen wissen. Hat Euch der Exkurs aus dem Mittelalter gefallen? Gibt es noch etwas, über das Ihr lesen oder sprechen wollt oder habe ich etwas ganz wichtiges vergessen??

Ich hoffe, dass Euch dieser Ausflug in ein anderes Jahrhundert ebenso begeistert hat wie mich. Ich habe durch verschiedene mediale Ausführungen und Rezeptionen versucht ein ebensolches schillerndes Bild der Zeit darzustellen, wie sie wahrscheinlich auch gewesen ist.


Weitere Informationen über das Jahrhundert:

Auf der Seite für Politische Bildung könnt Ihr Euch gerne über das Geschehen und die Veränderungen in der Politik des 19. Jahrhunderts informieren.

Es gibt allerhand Modeseiten und-blogs über verschiedene oder alle Trends. The Ardent Collection bietet einen schönen Überblick über eins der wichtigsten Teile der Mode in allen Jahrhunderten: Das Korsett.

Eine gute und übersichtliche Chronik gibt es neben Wikipedia auch beim Taschenhirn.

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2 Kommentare zu „Das 19. Jahrhundert

  1. Das hast du sicher recht, das 19. Jahrhundert war wirklich eine große Zeit des Fortschritts. Es sah auch die erste Welle der Globalisierung abseits von kolonialer Ausbeute, da gibt es auch ein sehr gutes Buch dazu: „A world connecting“ von Akira Iriye.

    Man darf bei alledem aber nicht vergessen, dass das 19. Jahrhundert viele der Gräuel des 20. vorbereitet hat. Der Nationalismus wurde in dieser Zeit geboren, der autoritäre preußische Staat ebenso, der Kolonialismus erreichte mit dem Scramble for Africa einen traurigen Höhepunkt und vieles mehr.

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