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Der dritte Teil der Blackthorn & Grim Serie könnte ein sehr guter Abschluss sein, wenn es denn einer wäre. Genauso spannend und liebevoll, wie die vorherigen Teile wirft die australische Autorin Juliet Marillier den Leser in die frühmittelalterliche Welt der irischen Insel.

Blackthorn und Grim sind zurück von ihrer letzten Reise und haben sich gerade wieder in ihrem Zuhause eingewöhnt. Doch plötzlich erscheint im angrenzenden Gebiet Wolf Glen ein wilder Mann, der ein mysteriöses Heartwood House bauen soll, und ihr Leben stellt sich wieder auf den Kopf.

Die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter überschattet diese Geschichte, oder sind es doch mehr Väter, oder doch keine Liebe und eher Pflichtgefühl? Die verwirrenden Informationen häufen sich, alles verstrickt sich in ein Geflecht von Lügen und Intrigen und nichts scheint zusammen zu passen, doch glücklicher Weise stellt Blackthorn immer die richtigen Fragen.

Diesmal scheint der Weg zur Antwort jedoch schwerer zu sein, denn die Freunde werden getrennt und müssen somit eine Prüfung bestehen, die sie an den Rand des Erträglichen führt. Blackthorn begreift zum Schluss, dass Liebe jede Wunde heilt, selbst zerbrochene Herzen.

Wer genau am Ende in der Höhle der Wölfe sitzt, ist nicht ganz klar, denn die weise Frau steht ganz zum Schluss für ihre eigenes Recht ein, für ihre große Aufgabe und darf ihrem Erzfeind auf Augenhöhe in dieselben blicken.


Dieser Roman hat weniger historische Einflüsse und verarbeitet mehr Legenden in sich. Das Rätsel, das die beiden Protagonisten dieses Mal lösen müssen, ist stark an mehrere alten Sage gekoppelt. Die Portale/Übergänge der Fey (irische magische Wesen) von deren in die Menschenwelt werden intensiver erwähnt, womit die ganze Geschichte in ein phantastischeres Genre gehört.

Wie schon in den beiden Teilen vorher ist die Aussage, die Prämisse, der Geschichte voll und ganz der Wahrheit verschrieben. Die Wahrheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit ist immer das höchste Gebot der Protagonisten, deswegen saßen beide zu Beginn des ersten Teils im Gefängnis, deswegen lösten sie immer alle Rätsel und drängten alle anderen dazu offen und ehrlich miteinander zu sprechen. Die Wahrheit hinter den Dingen zu erkennen und sie ohne Angst laut aussprechen zu können ist ein Privileg, dass Menschen eine lange Zeit nicht konnten. Auch heute noch gibt es trauriger Weise solche Gebiete auf der Welt.

Da ich persönlich eine totale Verfechterin von Ehrlichkeit, Treue und Gerechtigkeit bin, finde ich die Serie von Juliet Marillier vielleicht besonders gut. Ich mag den Mix aus irischen Legenden und dem historischen Touch, den ernsten Protagonisten und den großen Liebesgeschichten. Romantisch, voller Herz und Sanftheit, jedoch auch oft erbarmungslos ehrlich.

Eine absolute Empfehlung von mir.

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