Buch · Rezension

Richard Dübell: Der Speer der Götter (Viking Warriors, Bd. 1)

Wie schon in Mittelalter ist überall, Ed. 23 erwähnt, gewann ich über Lovelybooks den ersten Teil der Viking Warrior-Trilogy von Richard Dübell. Ich habe mir den Roman gleich vorgenommen, da ich an der Leserunde teilnehmen wollte. Doch ich kam gar nicht dazu die einzelnen Kapitel zu besprechen, denn ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und schon gar nicht pausieren um über einzelne Kapitel nachzudenken.
Dieses Buch ist ein grandioser Auftackt einer Trilogie über Wikinger, Nordische Mythologie und Seereisen.

Der 14-jähige Junge Viggo begegnet in der heutigen Zeit dem nordischen Gott Loki und wird von ihm, wie es seine Art ist, überlistet. Schon findet er sich im Jahr 999 wieder und muss auf einem Wikingerschiff die Ruderbank drücken. Doch warum wird ausgerechnet Viggo ausgewählt? Und warum wird er ins Frühmittelalter zurück geschickt?

Offenbar ist der Junge der Einzige, der den Untergang der Welt aufhalten kann – die Götterdämmerung ist angebrochen. Das erzählen sich jedenfalls die Menschen, die von verschiedenen Glaubensrichtungen bedrängt werden. Christentum und nordische Mythologie stehen im Gegensatz zu einander und jeder beäugt misstrauisch das Vorgehen und Tun des anderen.

Drachenboot. Bild: National Geographic Channel

Der Leser lernt mit Viggo die Wikinger kennen, sowie das Leben auf Deck eines Drachenbootes. Richard Dübells Wikinger sind im Grunde gutherzige Raufbolde, die an ihren Traditionen hängen und bei denen ein Menschenleben als Zahlungsmittel angenommen wird. Nichts davon ist nachgewiesene Tatsache, denn dies alles sind Informationen, die wir nicht mehr rekonstruieren können. Doch alle, die sich mit den Wikingern beschäftigen wollen gerne genau dieses Bild glauben. Die gesellschaftlichen Strukturen, Bootsbau, Hausbau und alles drum herum hat Richard Dübell sehr gut recherchiert, sie entspricht dem aktuellen Forschungsstand und lies mich beim Lesen sofort entspannen. Nichts ist schlimmer als ein schlecht recherchierter Historienroman bei dem falsche Bilder vermittelt werden.

Das einzige, was ich nicht sehr ansprechend fand, ist das Buchcover. Hier ist wieder einmal der Beweis, dass so ein Cover von einem Kauf abhalten kann, oder die Entscheidung zumindest mit beeinflusst. Es sieht aus wie ein Kinderbuch der 90er Jahre. Ich hätte es im Buchladen niemals gekauft, denn ich lasse mich stark von den Buchcovern beeinflussen. Für mich gehört das Herumzeigen z. B. im Bücherregal, in der Bahn oder bei Instagram dazu und das geht nur mit einem modernen und ansprechenden Design. Zum Glück ist es bei fast allen Büchern mittlerweile der Fall. Bei diesem jedoch nicht, wodurch es sich, meiner Meinung nach, unter Wert verkauft.

Ich las dieses Buch wirklich mit Freude. Überrascht hat mich die sehr spannende Prophezeiung, denn sie bringt Bewegung an genau der richtigen Stelle in die Geschichte.  Ich freue mich auf die nächsten Teile, denn der erste Band hat schon sehr viel Freude auf mehr gemacht!

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