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Cover: Verlag

Die Geschichte der irischen Heilerin Blackthorn beginnt mit viel Dramatik, ähnlich der mittelalterlichen Sagen, denen dieser Roman angelehnt ist, denn sie sitzt unschuldig in einem kleinen, dreckigen Gefängnis aus dem sie sich befreien kann. Blackthorn ist eine starke Frau, die jede Gelegenheit nutzt um für Ehre, Gerechtigkeit und Liebe einzustehen. Das Jahr im Gefängnis hat sie jedoch verändert. Nur das Schicksal hat sie noch nicht aufgegeben und so beschreitet sie einen neuen Weg.
Und so beginnt die neue Reihe der großartigen Autorin Juliet Marillier. Leider werden ihre Bücher nicht mehr ins deutsche übersetzt, was ich persönlich für völlig irrsinnig halte.

Blackthorn (zu deutsch Schehdorn oder Schwarzdorn) tut sich nach ihrer Flucht mit einem weiteren Insassen zusammen: Grim, der in der gegenüberliegenden Zelle lebte und dessen Schicksal es nun zu sein scheint sie zu beschützen.  Gemeinsam, und unter Aufsicht der Fey, finden sie ein neues ruhiges Zuhause. Doch die Ruhe ist nur von kurzer Dauer, denn Blackthorns Talente liegen nicht nur in der natürlichen Heilmedizin, sondern auch darin (magisch verursachte ) Rätsel aufzulösen. Und so beginnt das Abenteuer.

Quelle: Privat

Quelle: Privat

Huch? Was haben die Fey und Fantasy mit dem Mittelalter zu tun? Ganz einfach: die mittelalterliche Welt in Irland war gefüllt mit Legenden und Märchen. Einige sind uns davon heute noch geblieben, wie zum Beispiel die Mabinogion (aus Wales) und Sagengestallten wie Cú Chulainn (koo kull-en). Die irische Mythologie umfasst eine komplexe Welt, in der vor allem die elfenhaften Wesen der Fey (Túatha Dé Danann) und das kleine Volk eine Rolle spielt. Diese Wesen leben in den dichten Wäldern der Insel, treiben aber immer wieder ihren Schabernack mit den Menschen.
Als ich in Irland war warnte man mich davor aufzupassen wohin ich im Wald trete. Der Glaube durch Pilzkreise in die Welt der Fey zu gelangen existiert offenbar heute immer noch.


Was mich persönlich jedoch sehr an Juliet Marilliers Erzählweise fasziniert, sind die Bilder, die sie erschafft. Neben den phantastischen Elementen der Geschichte wirken die Charaktere lebendig und echt. Die Gespräche und Gedanken der Charaktere sind gut durchdacht und nachvollziehbar. Der historische Rahmen des Frühmittelalters stimmt und auch der Kampf der kleinen Königreiche Irlands wird am Rande immer wieder thematisiert.

Auch wenn die Bücher nicht ins Deutsche übersetzt werden, muss ich eine unbedingte Empfehlung aussprechen. Traut euch! Ihr Ausdruck ist nicht immer der einfachste, jedoch lohnt es sich, denn sie eröffnet eine Welt voll Magie und Legenden, perfekt gepaart mit der mittelalterlichen irischen Landschaft und Gesellschaft.

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