Allgemein · Buch · Rezension

Peter S. Beagle: Das letzte Einhorn

Quelle: penguin.com

Einhörner, Drachen und Magie. Eigentlich sind dies Eigenschaften, die es nur in Fantasyromanen gibt. Auch Das letzte Einhorn von Peter S. Beagle ist eine phantastische Geschichte, doch sie weißt zudem viele Elemente der mittelalterlichen Romane auf.

Die Geschichte über das letzte Einhorn ist eine, die mich schon mein halbes Leben begleitet. Zuvor kannte ich nur den Zeichentrickfilm, der 1982 produziert wurde. Neben dem wunderbaren Soundtrack ergriff mich die allgemeine Stimmung. Nicht nur die Art und Weise der Erzählung, auch die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet.

Nun kam ich endlich in den Genuss das Buch in der Originalsprache zu lesen. Peter S. Beagle ist ein wunderbarer Autor. Die Geschichte ist sanft erzählt und voll von Sagen und Legenden.
Wunderbare Gestalten wie Robin Hood und sein Gefolge tauchen darin auf. Auch Hexen, Ritter, Drachen und die klassische Jungfrau in Nöten sind Teile der Geschichte.

Whatever can die is beautiful – more beautiful than a unicorn, who lives forever, and who is the most beautiful creature in the world. – S. 151.

Doch was mich am meisten Faszinierte war die Reise, die das unsterbliche Wesen, das letzte Einhorn, macht. Denn es ist vor allem eine spirituelle Reise. Sie hat plötzlich Kontakt mit der Welt außerhalb ihres Waldes und sie merkt, dass sie Zeiten von Wundern, Magie und Phantasie vorbei sind. Doch überall wo sie hin kommt kehrt die Magie der Dinge wieder zurück, die Menschen beginnen wieder an unsterbliche Wesen zu glauben und es geschehen wieder Dinge, die lange Zeit nicht für möglich gehalten wurden.

Things must happen when it is time for them to happen. […] The happy ending cannot come in the middle of the story. – S. 251.

Durch Schmendrick den Zauberer lernt jedoch das letzte Einhorn, und auch der Leser, viele Dinge, zum Beispiel über die Schönheit der Sterblichkeit.

Molly, das letzte Einhorn und Schmendrick der Zauberer

Aber auch der Verliebte Prinz, der zum drachentötenden Helden wird, stellt fest, dass es Dinge in der Welt gibt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt geschehen müssen.

We are not always what we seem, and hardly ever what we dream.. – S. 40.

Wer also von dem Zeichentrickfilm begeistert war, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Es lehrte mich wieder einmal zu akzeptieren, dass Dinge manchmal geschehen müssen um voran zu kommen und dass es nie verschwendete Mühe ist hinter das Wesen der Dinge gucken zu wollen.

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2 Kommentare zu „Peter S. Beagle: Das letzte Einhorn

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