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Auf der Leipziger Buchmesse nahm ich an einem Gewinnspiel des Burgenweltverlags teil. Ich machte den ersten Platz und gewann das Buch mit dem Titel „Wenn alte Wellen singen„.  Vom Titel konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, was genau der Inhalt sein sollte, doch gerade jetzt im Sommer ereilt mich doch etwas Sehnsucht nach dem Meer und ich begann einfach zu lesen. Ich öffnete das Buch und fand Kurzgeschichten darin.
Und es begann eine Sommerliebe…

Die Geschichten in „Wenn alte Wellen singen“ handeln jedes Mal entweder von historischen Ereignissen, von menschlichen Schicksalen oder phantastischen Legenden. Und immer von ‚alten Wellen‘ des Mittelalters.

Ich habe nie viel von Kurzgeschichten gehalten, da ich sie nur aus dem Deutschunterricht kannte. Doch diese 16 kurzen großartigen Geschichten sind fesselnd und entrückten mich jedes Mal in deren eigene Welt.

Killarney Nationalpark

Killarny Nationalpark Herbst 2012, Irland. Quelle: Privat

In Erinnerung geblieben sind mir vor allem diese Geschichten:

Eine Slawin verliert ihre Tochter an die Spree, denkt sie zumindest. Bis der Fluss ihr das Geheimnis verrät und sie nicht nur die Leiche ihrer Tochter, sondern auch die Skelette von vielen anderen Opfern findet. Doch wem kann sie jetzt noch vertrauen?

Eine arme junge Heilerin kämpft um ihr Überleben und darum nicht des Nachts von den körperlich überlegenen Männern des Dorfes überrascht zu werden. Hilfe kommt von einer unerwarteten Seite, denn der König des Meeres scheint sie als seine Königin auserwählt zu haben. Lässt sie ihr bisheriges Leben hinter sich um im heidnischen Königreich unter den Wellen vielleicht sogar ihr Glück zu finden?

Ein junges adliges Mädchen soll verheiratet werden, doch sie sucht lieber das Abenteuer und verliebt sich in einen exotischen Fremden. Durch eine List und schlussendlich ihrer eigenen Entscheidung  folgt sie dem Donaufürsten. Kann sie ihrem Vater doch noch eine Hilfe in der Not sein?

Zur Besetzung einer wichtigen Burg im englisch-französischen Krieg braucht es mutige Männer, die mitten in der Nacht die eiskalte Seine durchschwimmen. Nicht nur die Kälte ist ein bedrohlicher Feind, auch Wachposten und gefährliche Hindernisse machen es den tapferen Seemännern schwer. Wird es ihnen gelingen das Feuer zu legen und lebend wieder zu den Landesmännern zu kommen?


Ich habe eindeutig durch dieses Buch meine Liebe zu Kurzgeschichten entdeckt. Präzise wird die Geschichte auf die wesentlichen Elemente gelenkt und lässt genug Spielraum für die eigene Phantasie. Jeder der 16 Autoren hat seinen ganz eigenen Erzählstil, der zur eigenen Geschichte sehr gut passte. Die Geschichten sind gut zusammen gestellt. Wer das Meer und deren Geschichten und Legenden liebt, wird nicht bereuen dieses Buch zu lesen.

Sadko im Unterwasser-königreich, 1876, Russisches Museum. Quelle: Wikipedia.

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