Diesmal in Mittelalter ist überall:
Gerda, die Handmaid, hat ein tolles Blog, das ihr unbedingt besuchen müsst. Auch die Schweden trumpfen mit toller veröffentlichter Literatur. Dann gibt es noch ein paar Tipps fürs Wochenende und zum Schluss einen schönen Aufsatz, der zum Nachdenken anregt.

Heute würden wir euch gerne die sehr talentierte Gerda von den Brandenburgundern vorstellen. Gerda ist immer wieder im Museumsdorf Düppel anzutreffen und überzeugt mit ihrer liebevoll gearbeiteten Kleidung. Von Strumpf bis Kopfbedeckung hat sie sich alles selbst genäht und arbeitet dabei überaus gründlich mit kunsthistorischen und archäologischen Quellen. Auf ihrem Blog können ihre Projekte aus erster Hand miterlebt werden und wer mal nach Düppel kommt, kann ihr sicherlich das eine oder andere Geheimnis der weiblichen hochmittelalterlichen Kleidung entlocken.

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Die Mitte zeigt, nach dem beherzten Griff unter den Rock, Gerdas wunderbare sonnengelbe Strümpfe und das selbst geflochten Strumpfband. Quelle: Erntefest in Düppel 2015.


Gerade ereilt uns die Neuigkeit über die schwedische Webseite mit digitalisierter Literatur. Diese großartige Literatur bezieht sich auf archäologische Forschung. Veröffentlichungen über schwedische Textilfunde und Gräber aus Birka und Hovgården, in deutsch und schwedisch, können dort als PDF herunter geladen werden. Viel Spaß beim Lesen!


Und hier noch ein paar Ausflugstipps fürs Wochenende:

Der Germane lädt wieder ein, diesmal zum 10. Wikinger und Mittelalterspektakel. Bilder vom letzten Jahr sind auf Facebook zu bewundern. Obwohl nicht im Zentrum von Berlin, hat dieses Fest immer großen Zulauf erfahren, die Stimmung ist gut und freundlich und viele Besucher geben sich sehr große Mühe mit ihrer Ausstattung. Auf die Ohren gibt es diesmal von Dunkelschön und Fabula.

Im Museumsdorf Düppel gibt es an diesem Wochenende die Märchenwelten. Für die kleinen wird es ein sensationelles Event werden. Märchen werden auf dem Dorfplatz erzählt, es gibt eine Märchenhexe, eine Wanderschmiede, einen Frettchenzirkus und leckere Speisen und vieles vieles mehr zum Entdecken.

Wer darauf keine Lust hat, kann sich auch spontan bei einem Bogenschießkurs anmelden! 🙂 Diesmal geht es um das intuitive Bogenschießen, eine Form, die viel Selbstkontrolle und Übung braucht.


 

Und zum Schluss noch etwas zum Nachdenken.

Was sind und zu welchem Ende studiert man Geisteswissenschaften?„, fragt sich nicht nur Jürgen Sarnowsky. Auch wir werden immer wieder danach gefragt. Jeder hat natürlich letztendlich seine eigene Erklärung, doch Sarnowskys Schlusssatz bringt die Essenz zum Vorschein. Auf die Frage, ob die Geisteswissenschaften eine Zukunft haben, müssen auch wir eindeutig mit JA antworten, „weil sie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden“.

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