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Liebe Leser,

habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie mittelalterliche Musik wirklich geklungen haben könnte??  Was, das geht nicht? Und wie das geht! Darf ich vorstellen: Triphonia!

Marienwartenbotgesant

Gestern war ich auf einem ihrer Konzerte und war absolut begeistert! Neben den echten, auf Quellen beruhenden Texten und Melodien spielen die drei großartigen Musikerinnen Musikinstrumente, die ich bisher nur auf Bildern in Handschriften gesehen habe. Darunter eine wunderschöne Hornflöte aus einem riesigen Kuhhorn mit einem unglaublich warmen Klang. Ich empfehle jedem, der sich etwas für das Mittelalter interessiert, einmal zu einer ihrer Shows zu gehen.

In ihrem Weihnachtskonzert führen sie durch die biblische Geschichte der Empfängnis bis zur Geburt Jesu. Ohne viel ‚Tamtam und Schnickschnack‘ in der Darstellung kommt die Musik richtig zur Geltung. Gesungen wird auf Mittelhochdeutsch, Latein und Altenglisch. Und mein persönliches Highlight war ein Wiegenlied aus dem 14. Jahrhundert. Es heißt „Lullay, lullay: Als I lay on Yoolis Night“ (Cambridge University MS) und ist ein sehr bekanntes Weihnachtslied. Hier eine Vertonung von Ruth Cunningham:

Da kommt doch so richtig Weihnachtsstimmung auf! In dem Sinne: Noch eine besinnliche Vorweihnachtszeit und einen schönen 4. Advent!

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