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Sommer-Remter

Sommer-Remter der Marienburg: Hell und lichtdurchflutet trotz regnerischem Frühlingswetter.

Am 27. Oktober 2015 besuchten wir den Vortrag von Prof. Dr. Christofer Herrmann an der FU Berlin über die Marienburg des Deutschorden.  Herr Herrmann ist Kunsthistoriker, lehrt momentan an der TU Berlin und forscht nebenbei über die Architektur des Hochmeisterpalastes der Marienburg.
Bald erscheinen zwei Bände zum Thema und die Buchbesprechung am 23. November 2015 ist für das interessierte Publikum öffentlich zugänglich.

Der Hochmeisterpalast der Marienburg wurde zwischen 1380 und 1393 gebaut. Das genaue Datum steht nicht fest, da es nicht dokumentiert ist. Fest steht, dass ältere Teile der Burg umgebaut und erweitert wurden.

Jedoch stellen sich weitere Fragen, da der Bau unglaublich strukturiert und funktionell ist. Steckt ein Konzept dahinter?  Wenn ja, welches, und wer hat sich das Konzept überlegt? Gab es einen bestimmten Architekten? Genau das sind die Fragen, die sich Prof. Dr. Herrmann stellt.

Hinweise auf die Antworten findet er im Bauwerk selbst. Es gibt unter anderem ein ausgeklügeltes Heizungssystem, mit dem (was Experimente zeigten) im Winter eine Temperatur bis zu 23°C erreicht werden konnte. Außerdem kann man eine Hierarchie der Räume auf verschiedenen Ebenen erkennen.

Es gibt also eine ganze Menge an Hinweisen und Informationen, die so ein Gebäude in sich trägt. Gerade nach solch einer bewegenden Vergangenheit gibt es sie dort in Hülle und Fülle. Die Marienburg ist also in jeder Hinsicht eine großartige architektonische Meisterleistung.

Die oben erwähnte Buchbesprechung beinhaltet nicht nur die Forschungsergebnisse über die Marienburg, sondern noch Weiteres zum Thema ‚Romanische und gotische Baukunst zwischen Oder und Weichsel‘. Der Vortrag ist öffentlich zugänglich und findet im Architekturgebäude der TU Berlin am Ernst-Reuther-Platz statt.


Mit einem kleinen Profil von Herrn Herrmann findet man auf dieser Seite  ausführlichere Informationen über seine Forschung.

Eine schöne Fotostrecke über die Marienburg kann bei Polish-online betrachtet werden.

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