Was klingt wie ein etwas skurieler Fantasyroman ist in Wirklichkeit ein Sachbuch der Populäwissenschaften aus dem Klett-Cotta Verlag, denn sie trägt den Untertitel „Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam“ und erschien 2012 in unseren Buchläden.

Vielleicht hat sich der Eine oder Andere schon einmal gefragt, wie denn das Wissen der alten Kulturen (etwa der Griechen oder Ägypter) die Zeit des Mittelalters überdauert hat. Wir wissen, gegenüber der Annahme, dass die Menschen des Mittelalters dumm gewesen wären, sehr wohl, dass es Wissenschaft und Forschung in alles Jahrhunderten gegeben hat und es ist nur eine Frage der heutigen interkulturellen Zusammenarbeit, ob und wann wir darüber bessere Informationen erhalten.

John Freely hat in diesem Buch ganz wunderbar die Geschichte der Wissenschaft in einer ganz besonderen Art und Weise zusammengefasst. Durch seinen informativen Erzählstil ist alles Wichtige schnell auf einen Punkt gebracht, kann dadurch leider auch sehr trocken werden, wenn man versucht das ganze Buch an einem Stück zu lesen. Wenn man sich davon jedoch nicht aufhalten lässt, kann dieses Buch als eine Quelle des Wissens genutzt werden.

Was mich besonders beeindruckt hat, sind die Informationen zu jedem einzelnen Wissenschaftler und jeder Sittuation, die erwähnt werden. Wichtige Personen bekommen einen Lebenslaufabriss und eine Erklärung darüber, wie sie der Wissenschaft hilfreich waren und was sie dazu beigetragen haben, wenn nötig sogar mit hinfreichen Abbildungen. Weiterhin hat er, durch eine Unterteilung in Kapitel, die verschiedenen Wissensgebiete gegliedert um sich jeweils einem Themengebiet komplett zu widmen.

John Freely ist für mich ein wichtiger Wissenschaftshistoriker, da er es gut versteht Geschichte zu vermitteln. Und gerade die Geschichte der Wissenschaft wird heutzutage und hierzulande immer noch oft vernachlässigt oder nur auf die heutige Rezeption herunter gebrochen. Meiner Meinung nach machte John Freely alles richtig, indem er das streng wissenschaftliche Format etwas aufbrach und somit auch für Laien zugänglich macht.

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