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Keine zwei Autostunden von Berlin liegt das wunderschöne Kloster Chorin, das jeder geschichts- oder mittelalterinteressierte Berliner wenigstens einmal besucht haben sollte. Ich für meinen Teil versuche wenigstens einmal im Jahr hinzufahren, ich kenne kaum einen Ort wie diesen. Das Kloster Chorin strömt Ruhe aus und für die Dauer des Besuches sind alle Sorgen vergessen, die Welt besteht aus Regenbögen und Einhörnern!

Mittelschiff und Ostflügel

Mit dem Bau des Zisterzienserklosters wurde gegen 1275 begonnen, weite Teile waren bereits sechs Jahre später fertig gestellt. Die Anlage diente nicht nur den Mönchen als Wohn- und Arbeitsplatz, Chorin war Begräbnisstätte mehrerer Markgrafen aus dem Geschlecht der Askanier.

Lange konnte sich das Kloster jedoch nicht behaupten, weder wirtschaftlich noch zur Repräsentation herrschaftlicher Macht. Chorin musste Hungernöte, Kriege und Machtkämpfe über sich ergehen lassen und nicht immer kam das Kloster unbeschadet davon. Das Zisterzienserkloster verlor an Bedeutung, wodurch seine Instandhaltung vernachlässigt wurde.

östlicher KreuzgangDer Südflügel ist heute nicht mehr erhalten, tatsächlich muss er bereits im 17. Jahrhundert unnutzbar gewesen sein. Auch die Klosterkirche von Chorin war zu dieser Zeit baufällig, das Gewölbe teilweise eingestürzt. Die Mönche hatten das Kloster zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

Heute ist Chorin kein Kloster mehr, sondern Geschichte zum Anfassen. Bereits im 18. Jahrhundert wurde mit partiellen Reperatur- und Rekonstruktionsarbeiten begonnen. Zum Glück! Die gotische Anlage ist kein Geheimtipp, gerade um Ostern, wenn die Temperaturen wieder freundlicher werden und Feiertage einen von der Arbeit befreien, muss man sich das alte Kloster mit vielen Besuchern teilen. Dennoch lohnt sich die Fahrt. Worauf wartet ihr?

Chorin

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