Rebecca Gablé Bücher

Rebeccas Gablés historische Romane ziehen viele in ihren Bann – oft auch mich. Viel versprechend ist schon ihr Hintergrund: Gablé ist studierte Mediävistin und ehemalige Dozentin für mittelalterliche englische Literatur.

Rebecca Gablé verfolgt in ihren Romanen ein spannendes Konzept: Die Geschichte Englands wird dem Leser durch die Schicksale und Leben zwei fiktiver Familien, den Waringhams und den Helmsbys, näher gebracht. Mit „Das Haupt der Welt“ verließ Gablé 2013 erstmals England, behandelt wird hier die Zeit Otto des Großen.

Gablés Bücher vermitteln  einen Eindruck  darüber, wie Leben im Mittelalter gewesen sein könnte. Sie lässt den Leser an ihren Vorstellungen von historischen Personen teil haben. Man zieht mit König Edward III. in den Krieg, oder lernt Johanna von Orleans kennen. Das Leben der Protagonisten wird zum eigenen. Der Leser wird in die von Rebecca Gablé geschaffene Welt eingesogen, wie es bei jedem gut geschrieben Buch der Fall ist. Dennoch handelt es sich um Fiktion, was man nicht vergessen sollte. Rebecca Gablé lässt ihrer Fantasie, eingerahmt von historischer Ereignisse, freien Lauf.

Stört man sich als Leser nicht an immer wiederkehrenden Charaktermodellen und Handlungssträngen, kann man sehr viel Spaß haben. Besonders empfehlen kann ich zwei von Gablés Büchern. Zum ersten „Der König der purpurnen Stadt“. Anders als in den folgenden Roman ist hier kein Adliger der Protagonist, sondern der Londoner Kaufmann Jonah. Dadurch verlagert sich der Schauplatz vom Land in die Stadt und der Leser erfährt mehr über das Leben der einfachen Leute. Ein Extra für alle fleißigen Leser sind die enge Freunde von Jonah, Gervais of Waringham und Geoffrey Dermond. Die beiden sind nicht nur draufgängerische Ritter wie sie jeder historische Roman braucht, Ersterer von beiden ist außerdem Stammvater aller kommender Wahringhamhelden.

„Das Lächeln der Fortuna“ behandelt das lange und bewegte Leben von Robin, der nach dem Tod seines Vaters (ruhe in Frieden Gervais, auch wenn du in diesem Buch nicht besonders gut weg kommst) 1360 eigentlich Earl of Waringham werden sollte. Besonders Pferdefans kommen hier auf ihre Kosten. Doch auch an schönen Frauen und listigen Feinden mangelt es nicht.

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